Nachgeburtsphase der Geburt: Was nach der Geburt des Kindes passiert
Die Nachgeburtsphase ist der letzte Abschnitt der Geburt. Nach der Geburt des Kindes lösen sich Plazenta, Fruchtblase und Nabelschnurreste aus der Gebärmutter und werden geboren. Gleichzeitig zieht sich die Gebärmutter zusammen, um Blutung zu verringern und den Übergang ins Wochenbett zu sichern.
Die Nachgeburtsphase ist der dritte Abschnitt der Geburt, in dem nach der Geburt des Kindes die Plazenta, die Fruchtblase und die Nabelschnurreste geboren werden und die Gebärmutter sich zusammenzieht.
Nach der Entbindung ordnet das Team im Kreißsaal die nächsten Schritte. Einen Überblick über den gesamten Ablauf der Geburt gibt die Rubrikseite. Für den konkreten Ablauf im Krankenhaus hilft auch der Artikel Entbindung im Kreißsaal: Was du über den Ablauf wissen solltest.
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Was passiert in der Nachgeburtsphase nach der Geburt?
In der Nachgeburtsphase löst sich der Mutterkuchen, also die Plazenta, von der Gebärmutterwand. Danach werden Plazenta, Nabelschnur und Fruchtblase geboren. Die Gebärmutter zieht sich durch Wehen zusammen und verschließt Blutgefäße.
Die Nachgeburtsphase beginnt direkt nach der Geburt des Kindes. Die Hebamme oder der Arzt achtet darauf, dass die Plazenta vollständig abgeht und die Blutung im normalen Rahmen bleibt. Häufig wird der Neugeborene in dieser Zeit bereits versorgt, während die Mutter weiter beobachtet wird.
Zur Nachgeburtsphase gehören typische Kontrollen: vollständige Plazenta, intakte Nabelschnur, Zustand der Gebärmutter und Stärke der Blutung. Die Geburt ist erst mit dem Abschluss dieses Abschnitts beendet. Danach beginnt das Wochenbett.
Im Kreißsaal unterstützt eine ruhige Umgebung den Übergang in die Nachgeburtsphase. Praktische Hinweise dazu bietet auch Kreißsaal erleben: Tipps für eine entspannte Geburt mit deinem Baby.
Wie lange dauert die Nachgeburtsphase?
Die Nachgeburtsphase dauert meist nur wenige Minuten, bei manchen Geburten bis etwa 30 Minuten. Bleibt die Plazenta länger in der Gebärmutter, prüft die Hebamme oder der Arzt die Situation genauer. Eine deutlich verlängerte Nachgeburtsphase gilt als behandlungsbedürftig.
Die Dauer hängt von der Ablösung der Plazenta, der Stärke der Wehen und der Reaktion der Gebärmutter ab. Nach vaginalen Geburten löst sich die Plazenta häufig spontan. Nach einem Kaiserschnitt entfernt der Arzt die Plazenta direkt im Rahmen der Operation; die klassische Nachgeburtsphase nach vaginale Entbindung entfällt dort in dieser Form.
Für werdende Eltern ist wichtig: Die Nachgeburtsphase ist kein langer, passiver Abschnitt. Die Gebärmutter arbeitet weiter, und die Blutung wird eng überwacht. In dieser Zeit entscheidet sich, ob die Geburt unkompliziert abgeschlossen wird oder ob weitere Maßnahmen nötig sind.
| Aspekt | Typischer Ablauf |
|---|---|
| Beginn | Direkt nach der Geburt des Kindes |
| Inhalt | Ablösung und Geburt von Plazenta, Fruchtblase und Nabelschnurrest |
| Dauer | Meist Minuten, oft bis etwa 30 Minuten |
| Überwachung | Blutung, Gebärmutter, Vollständigkeit der Plazenta |
Wie wird die Plazenta nach der Geburt gelöst und geboren?
Die Ablösung der Plazenta erfolgt durch erneute Wehen und die starke Kontraktion der Gebärmutter. Dadurch verkleinert sich die innere Haftfläche, und die Plazenta trennt sich von der Gebärmutterwand. Die Hebamme kontrolliert dann, ob die Plazenta vollständig geboren wurde.
Medizinisch werden verschiedene Zeichen der Plazentalösung beobachtet. Dazu gehören ein festerer, höher stehender Gebärmuttergrund, eine sichtbare Verlängerung der Nabelschnur und eine geringe Blutung. Diese Zeichen zeigen, dass die Nachgeburtsphase voranschreitet. Die Geburt der Plazenta kann spontan durch Pressen der Mutter unterstützt werden oder durch eine kontrollierte Führung durch Hebamme und Arzt.
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Die Plazenta, auch Mutterkuchen genannt, wird nach der Geburt genau angesehen. Fachkräfte prüfen, ob keine Teile fehlen. Bleiben Reste in der Gebärmutter zurück, steigt das Risiko für starke Blutung und Infektionen. Die Vollständigkeitskontrolle ist deshalb ein fester Bestandteil der Geburt.
Die Nabelschnur verbindet Kind und Plazenta während der Schwangerschaft. Nach der Geburt wird sie durchtrennt oder erst nach dem Auspulsieren versorgt, je nach Geburtsablauf und Wunsch der Eltern. Die Fruchtblase gehört ebenfalls zu den Geweberesten, die im Nachgeburtsabschnitt abgegeben werden können.
Woran erkennt man Komplikationen in der Nachgeburtsphase?
Komplikationen zeigen sich meist durch starke Blutung, ausbleibende Ablösung der Plazenta oder Schmerzen mit harter, schlecht kontrahierender Gebärmutter. Auch Schwindel, Kreislaufschwäche oder auffällige Blutungsstärken sind Warnzeichen. Dann muss die Hebamme sofort reagieren und der Arzt die Situation beurteilen.
Eine normale Blutung nach der Geburt nimmt im Verlauf ab. Wird die Blutung plötzlich stärker, rot und anhaltend, besteht Verdacht auf eine Nachgeburtsblutung. Ursachen sind unter anderem eine schlaffe Gebärmutter, Plazentareste oder Verletzungen des Geburtskanals. Solche Komplikationen gehören rasch in ärztliche Behandlung.
Wenn die Plazenta nicht vollständig geboren wird, spricht man von einer gestörten Ablösung der Plazenta oder von zurückgebliebenen Resten. Dann kann der Arzt weitere Maßnahmen einleiten, zum Beispiel Medikamente zur Förderung der Gebärmutterkontraktion oder eine manuelle Entfernung. Im Kreißsaal erfolgt dabei engmaschige Überwachung.
Nach der Nachgeburtsphase beginnt das Wochenbett. In dieser Zeit bleiben Blutung, Rückbildung der Gebärmutter und allgemeines Befinden weiter wichtig. Wer eine Geburt zu Hause plant, sollte den medizinischen Rahmen ebenfalls kennen; dazu passt der Überblick Hausgeburt: Welche Möglichkeiten stehen werdenden Eltern zur Verfügung.
Wichtige Warnzeichen sind: sehr starke Blutung, Kreislaufprobleme, fehlende Geburt der Plazenta nach längerer Zeit, anhaltende Schmerzen oder Fieber im weiteren Verlauf. In diesen Fällen muss die Hebamme oder der Arzt sofort informiert werden. Eine schnelle Abklärung schützt die Mutter und sichert den Abschluss der Geburt.
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